Ein Jahrhundert Marguerite Duras. Arte hat sich ihr neulich gewidmet und sie ihr Leben dem Schreiben. Duras unterscheidet zwischen schreiben und schreiben. Sartre hätte nicht geschrieben: Er sei Moralist gewesen.
Sie wollte schauen, ob sie sich schreibend ihren inneren Bildern nähern kann.
Ihr bester Satz: „Ich verstehe nicht immer alles, was ich sage, aber ich weiß, dass es vollkommen wahr ist.“
Ab wann habe ich eigentlich angefangen, wieder ganz still zu werden? Stillstill. Klar kann ich reden, sprechen, argumentieren, zuhören und etwas dazu sagen, all das, ja. Und sicher auch noch mehr, nämlich schreiben. Das ist auch gut so.
Aber in mir ist es schreibend so still geworden. Alleinstillstill. Denn nur schreibend – vermute ich – kann ich mich der e-motion in mir nähern und sie nähren.
Bewegende Wörterflamme, wann bist du erloschen, verweht, erstickt? Wann sind dir die Worte ausgegangen? Hab mich dir abgewandt. Zugewandtes Schreiben. Ja, das ist es, was fehlt.