Kreuzgängerin du, in sternenloser Nacht
Ohne Halt – so scheint’s - im Hier und Jetzt
Niemand meinst sei brüllweit entfernt
Nirgends irgends Wüstenland
Irren in raumzeitloser Schwere
Wohl Du, Leopardin unter den Raubkatzen,
Ich mein’ Dich, ja Dich
Ringend um Fellrudeleien unter Artgenossen
Denk Dir sternend Savannenhimmel
Du, erinnerst du dich,
Runde um Runden zogst du umher
Einzelgängerisch auf Treibsand sehr
Irgendwann begann es sich zu wandeln
Sonne über stolz gewachsener Löwinnenmähne
Sand, so fein und zart, unter weichem Pfotengang
Ich spürt’ die Kraft des wärmend Morgenrots
Gefährdet noch im Chor des Hyänenklangs
Alles du, Athletin unter den Gepardinnen,
Lauf nicht zu schnell noch seelenhastig
Langsamkeit ist die Kunst des Beutefangs
Einend sich zum Wasserlauf
Sachte nähert sich die Pantherin ihrem Opfer...
Leis’ schleicht sie sich an und tastend vor
Ich denk’, ich weiß, wovon Panthera träumen
Einmal missglückt beginnt der Kampf erneut
Biss um Biss in Eingeweiden
Einkehrende schier endlos wirkend Steppe
Vormals war hier wundfrei Grünweidenland
Ohn’ Glieder angespannter Todesstarre
Noch - so ist’s - ist nichts verloren
Bis auch du es glauben kannst,
Tigerin du, unter den Großkatzen,
Ich mein’ Dich, ja Dich
Nur Ikarus kletterte getrieben zu den Wolken
Alles offenbart sich - im Savannenland.